Ein ganz besonderes Erlebnis

war das Mitwirken in einem Doppelkonzert, das im Mittelpunkt eines so imponierenden Jubiläums stand, dem 150jährigen Bestehen des Männerchors Birlinghoven.

Woraus besteht dieser spezielle Charakter, der den Ausdruck außergewöhnlich rechtfertigt? Er ist wohl das Ergebnis eines erfolgreichen Wechselspiels zwischen äußeren, nicht beeinflussbaren und inneren, mittelbar oder unmittelbar beherrschten Einflüssen.
Da ist mit dem Schloss Birlinghoven ein attraktives Ambiente, dessen großer Saal mit besonderen Klangfarben der Darbietungen besticht. Da ist aber auch ein erwartungsvolles Publikum, dem mit einem nach reiflicher Überlegung entstandenen, dem Anlass angemessenen Programm durch hoch motivierte Mitwirkende und ihr Können Teilhabe an diesem ganz besonderen Erlebnis geboten werden soll.

Die lange, pandemie-erzwungene Konzertpause hatte vorab höhere Spannungen als üblich erzeugt:

-      Beim Publikum mit den Fragen, was erwartet mich  programmatisch, wird es wieder ein Hörgenuss? Wie hat sich der Chor   weiterentwickelt auch vor dem Hintergrund eines neuen Chorleiters und der zwischenzeitlich begonnenen Zusammenarbeit mit einem anderen Chor? Ist ein neues Klangbild entstanden? Was hat sich der Veranstalter zum Rahmen mit den Solisten einfallen lassen?

-      Bei den Chorsängern mit der Sorge, ob der Chorklang wie früher ankommt und man sein Publikum damit zufriedenstellen kann. Wie klappt die Zusammenarbeit mit dem Chorleiter, hat die Vorbereitung ausgereicht?

-      Beim Chorleiter mit den bangen Fragen, ob die Zusammenstellung des Programms den Gefallen des Publikums trifft, habe ich meine Sänger „auf den Punkt“ gebracht, sind sie aufmerksam, klappt die Zusammenarbeit mit den Solisten, die man ja erst bei der Generalprobe kennengelernt hat?

-      Beim Veranstalter mit der Sorge, ob das bislang so treue Publikum auch weiterhin zum Chor steht nach der langen Pause und nach all den Veränderungen in den letzten Jahren?

6. Mai 2022, es ist 19:00 Uhr: Die große Tür vom roten Salon zum großen Saal wird geöffnet, die Sänger treten hinaus auf die Bühne und werden von einem erwartungsfrohen Publikum mit angenehmen Auftrittsapplaus empfangen.

7. Mai 2022 gegen 22:00 Uhr: Publikum und alle Mitwirkenden winken sich zum Abschied begeistert zu. Es wird noch ein wenig Zeit vergehen, bis die Anspannung wieder nachgelassen hat und alle Beteiligten gelassen dieses besondere Erlebnis reflektieren können.

Zwei Konzertabende liegen dazwischen. Das sehr unterschiedliche Programm war für Chöre und Chorleiter eine große Herausforderung. Wir haben sie mit Bravour gemeistert, dank eines Chorleiters, der es mit seinem äußerlich lockeren Auftreten unvergleichlich versteht, diese Lockerheit auf seine Sänger zu übertragen und doch in Konzerten die beste Leistung seiner Sänger abzurufen, sowie dank disziplinierter Sänger die alle wussten, was auf dem Spiel stand.

Das Publikum dankte mit wohlwollend höflichem Applaus für den „heimatlichen“ Gesang, und zollte den anschließenden Liedern der deutschsprachigen Moderne große Anerkennung. Die Körpersprache verriet das gebannte Verfolgen der einzelnen Stücke. Man spürte förmlich ein leises Knistern, als das „Vater unser“ von Hanne Haller erklang. Der Chor entfaltete sein ganzes Können, brachte die schwierigen, so unterschiedlichen Stücke gesanglich vor allem aber auch textlich „rüber“ und wurde mit starkem, anhaltendem Applaus belohnt. In den Vorträgen unserer Solisten Kathrin Smith und Marco Antonio Rivera überzeugte vor allem das Duett „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“, uns allen wohlbekannt und oft selbst intoniert. Dieser Programm-Block ist generell für den Chorgesang ein Meilenstein im programmatischen Übergangsbemühen; aktuell steigerte er gar noch die Erwartungshaltung zum zweiten Teil des Konzerts, wie man in der Pause erfahren konnte.

Mit einem rasanten „Freunde, lasst uns trinken“ schickten die Sänger ihr Publikum in die Pause, um danach gleich mit Piano-Unterstützung von Margita Linde aufzufordern „Erhebet das Glas“ und damit den südeuropäischen Anteil des Programms einzuläuten. Ein trotz körperlicher Beschwerden glänzend aufgelegter Rivera riss in mehreren gemeinsamen Stücken den Chor mit – oder war es umgekehrt? – das Publikum klatschte begeistert rhythmisch mit, sprang von den Stühlen auf, um insbesondere bei „Barbar‘ Ann“ gar tänzerisch mitzugehen. Nicht erst am Schluss gab es Standing Ovations für die Vorträge. Dieser anglo-amerikanische Teil wurde vom Duett Smith/Rivera mit einer sehr eindrucks- und ausdrucksvollen Darbietung aus dem „Phantom der Oper“ eingeläutet. Ein neuer Stern am Swing-Himmel ging auf, als Chorleiter Valerij Kashlyaev die Sänger zu „Hello Dolly“ begleitete und laute anerkennende Zwischenrufe für seine fulminanten Zwischenspiele aus dem Publikum erhielt. Nach dem Schlussakkord von „Auld lang syne“, das alle Mitwirkenden zusammenführte, gab es für das Publikum kein Halten mehr. Es sprang auf und spendete lang anhaltend tosenden stehenden Applaus. Natürlich war Zugabe angesagt. Wie es in Birlinghoven seit langem üblich ist, waren noch zwei Stücke mehr einstudiert worden. Der Chor begann allein mit „La Montanara“, bevor sich noch einmal alle Mitwirkenden zu „Con te partiro“, besser bekannt unter dem englischen Titel „Time to say good bye“, versammelten. Bevor danach Rufe nach einer weiteren Zugabe laut wurden, intonierte ein überglücklicher Valerij Kashlyaev nach kurzer stummer Blickabsprache als kurzen Ausklang das Lied :

Das Lied beherrscht die ganze Welt, weil es die Menschheit aufrecht hält;
Wenn Freunde auseinander gehen, dann sagen sie auf Wiedersehn!

Die Mitwirkenden winkten bei diesem Lied ins Publikum, das begeistert zurückwinkte, den zarten Hinweis verstand, und langsam und allmählich den Saal verließ.

Wie ich bereits sagte– Es war ein ganz besonderes Erlebnis

 

                 
Der Schlosseingang angemessen dekoriert                                                                            Das Publikum in angespannter Erwartungshaltung

                 
Gleich kommt der erste Einsatz                                                                                     Der Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“            Foto: Peter Lorber

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Jubiläums-Schlosskonzert 2022 - Ein Lied geht um die Welt

 

Ein Lied geht um die Welt

„Musik ist die einzige Sprache der Welt, die alle verstehen“ (Yehudi Menuhin)

Das Motto für unsere Jubiläumskonzerte 2022 war leicht gewählt; ein Programm daran auszurichten schon eine kleine Herausforderung. Es wäre vermessen zu behaupten, eine Lied-Auswahl aus allen großen Musiknationen darbieten zu können. Vor allem sollte die Idee der programmatischen Ausrichtung zum einen dem außergewöhnlichen Jubiläum entsprechen und zum anderen das Publikum „seinen“ Chor nach seiner musikalischen Entwicklung darin wiederfinden.

Einige uns im Laufe der Jahre lieb gewordene Regionen unseres Heimatplaneten nahmen wir daher als Grundlage und haben dem Anlass entsprechend daraus einen kleinen Querschnitt zusammengestellt: Ausgehend von deutschen Liedern vergangener Zeiten mit ihren einschmeichelnden Tönen, die immer noch den Traditionsanker vieler Chöre bilden, treffen wir auf Melodien deutscher Erfolgsautoren der Gegenwart. Ihre Texte regen sowohl zum Nachdenken, zur Besinnung auf uns selbst an und halten uns einen Spiegel vor, lassen es aber auch nicht an der Darstellung ungetrübter Lebensfreude fehlen.

Was wäre ein solcher Querschnitt wert, ohne die immense Vielfalt anglo-amerikanischer Musik zu berücksichtigen. Die traumhaften Melodien oft gälischen Ursprungs - ob volkstümlicher Herkunft oder für die vielen mitreißenden Musicals erdacht - haben wir Ihnen des Öfteren zu Gehör gebracht. Es wäre fahrlässig, sie Ihnen heute vorzuenthalten.

Gleiches gilt für den südeuropäischen Raum mit seiner Musik des klassischen Ausdrucks von Lebensfreude, der Liebe zur Heimat, seiner oft hinreißend lyrischen Zartheit aber auch des gewaltigen Klangvolumens seiner Oper. Sicherlich nicht zum letzten Mal wird diese Musik von uns zu hören sein.

Wir laden unser Publikum herzlich ein, uns auf dieser zugegebenermaßen eher kleinen Weltreise zu begleiten und hoffen, mit unserem diesjährigen Programm, in das wir auch die eingeladenen Solisten eingebunden haben, Ihren musikalischen Geschmack getroffen zu haben und wünschen Ihnen einen abwechslungsreichen, genussvollen Abend.

Zusammengestellt haben das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Programm für den besonderen Anlass dieses Konzerts Chorleiter Valerij Kashlyaev und Chorsänger Dieter Steffen, dem auch die Idee für das Motto zu verdanken ist. Auch für Valerij ist dieses Konzert etwas Besonderes: Es ist seine Premiere im Schloss, nachdem die Planungen für 2020 und 2021 der COVID-Pandemie zum Opfer fielen.

Traditionell begleiten uns besondere Gäste durch das Konzert (Vitae s. Anhang):

Kathrin Smith, Sopran

Marco Antonio Rivera, Tenor

Margita Linde, Klavier

Getreu der vereinbarten Kooperation tritt der Männergesangverein „Lebenslust“ aus Niederpleis gemeinsam mit uns Birlinghovener Sängern auf. Diesmal wagen wir das Experiment, beide Chöre in ihrer angestammten Chorkleidung zu präsentieren.

Karten zum Preis von € 20,00 sind erhältlich bei Herbert Uebel Tel.: 02241 335931
sowie allen Sängern

 

Die Mitwirkenden des Konzerts freuen sich auf Ihren Besuch und

wünschen einen abwechslungsreichen, genussvollen Abend

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Weihnachtskonzert 2019

Die mit Wirkung vom 01.06.2019 in Kraft getretene Kooperationsvereinbarung zwischen dem Männerchor 1872 Birlinghoven und dem MGV "Lebenslust" Niederpleis beinhaltet u.a neben gemeinsamen Auftritten die gegenseitige Unterstützung bei großen Konzerten. Das erste Zeugnis dieser Zusammenarbeit soll mit dem bevorstehenden Weihnachtskonzert abgelegt werden.

 

 

Schlosskonzerte 2019 - Nachlese

Alles war ein bisschen anders, ein wenig ungewöhnlich, noch mehr gezeigte Emotionen als sonst, ein neuer Vorsitzender begrüßte das Publikum, „fremde“ Sänger ergänzten den Chor auf der Bühne, ein Chorleiter kurz vor seinem Abschied aus Birlinghoven.

Zu Beginn seiner launigen Begrüßung dankte Vorsitzender Siegfried Lütz dem Publikum für 40 Jahre Treue. Die Sänger stimmten in diesen Dank ein mit anhaltendem Applaus. Die Kooperation wirft ihre Schatten voraus: Niederpleiser Sänger, die sich über die Monate gemeinsamer Probenarbeit gut eingefügt haben, bereicherten nicht nur als eine zahlenmäßige Vermehrung der Auftrittsstärke.

Eines einte alle Mitwirkenden: Jeder Einzelne war bestrebt, zu einem guten Konzert beizutragen. Dass Letzteres hervorragend gelang und ein begeistertes Publikum sich bei den Protagonisten mit stehenden Ovationen bedankte, war der Lohn für die intensive Arbeit.

Jedes Gedicht enthält eine Botschaft an seine Leser*innen. Vertonte Gedichte überbringen sie in einer besonderen, das schöngeistige Empfinden zusätzlich stimulierenden Weise. Sind fremde Kulturen die Überbringer einer Botschaft, erfordern sie eine intensive Auseinandersetzung, fordern sie einen tiefen Blick in die Gedankenwelt, in die Seele dieses Volkes, dieser Kultur. Diese Kernaussagen der Lieder im diesjährigen Programm waren vom Chorleiter zielsicher heraus gearbeitet, mit dem Chor exakt vorbereitet und im Ausdruck mit fein nuancierter Dynamik in Lautstärken, Tempi und viel Empathie dargeboten.

Die mitwirkenden Solisten waren, wie so oft im Schloss zu hören, wieder einmal eine Klasse für sich. Der junge südkoreanische Tenor Hyunhan Hwang, gerade erst seit einem halben Jahr in Deutschland, bestach mit einer kraftvollen Stimme, alle Schwierigkeiten in seinem Programm souverän meisternd. Von ihm wird sicher noch zu hören sein. Pianist Jori Schulze-Reimpell, ein guter Bekannter des Chors, ist an sich bereits ein Erfolgsgarant: Er verströmt eine Leichtigkeit, eine unerschütterliche Ruhe, zeigt ein Können auf außerordentlich hohem Niveau mit einer Ausstrahlung, die sich ungemein positiv auf alle Sänger auswirkt.

Der Männerchor 1872 Birlinghoven e.V. verabschiedete mit diesen fulminanten Konzerten seinen Chorleiter Wolfram Kastorp, der diesen Chor vor 16 Jahren übernommen hatte, bereits damals ein kulturelles Aushängeschild für Sankt Augustin.

Wolfram Kastorp hat mit seiner Arbeit die vorgefundene Qualität nicht nur erhalten, sondern sie kontinuierlich – verbunden mit einer stetigen, behutsamen Erweiterung des Repertoires – noch weiter gesteigert.

Dank seiner akribischen – auf den Erfolg beim Publikum ausgerichteten – Arbeit (nicht alle Sänger vermochten seiner Leitlinie zu folgen) erlangte der Chor mit seinen Konzerten eine über Sankt Augustin hinausgehende, regionale Aufmerksamkeit. Das ist sowohl den Reaktionen der Presse zu entnehmen, als auch am großen Einzugsbereich seines Publikums zu erkennen.

Über seine üblichen Verpflichtungen hinaus brachte er zudem eine Vielzahl eigener, maßgeschneiderter, am Leistungsvermögen des Chors ausgerichteter Chorsätze ein, die seinen Programmen das besondere Etwas verliehen.

Junge Solisten, mit Empfehlungen aus seinem großen Netzwerk verpflichtet, erhielten die Möglichkeiten, sich mit der Teilnahme an den Konzerten einen Namen zu erarbeiten, oder ihren Ruf zu bestätigen. Auch für diese gebotenen Chancen gebührt Wolfram Kastorp Anerkennung.

Für seinen außerordentlich wertvollen Anteil am kulturellen Geschehen in Sankt Augustin in Gestalt der vielen brillanten Auftritte „seines“ Chors und als Ausdruck der hohen Wertschätzung der Stadt zeichnete die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta Bergmann-Gries am Ende der Konzerte Wolfram Kastorp mit der Ehrengabe der Stadt aus, dem Sankt Augustin-Taler.

Die Sänger vom Männerchor 1872 Birlinghoven e.V. danken Wolfram Kastorp herzlich für die Zusammenarbeit in den vergangenen 16 Jahren und wünschen ihm für sein weiteres musikalisches Schaffen und sein persönliches Wohlergehen alles erdenklich Gute.

    

       

       

       
                                                                        Foto Peters

       

        

         

 

Die Presse berichtete:

General-Anzeiger am 13. 05.2019

 

Rhein-Sieg Rundschau und Rhein-Sieg-Anzeiger am 14.05.2019

 

Rundblick Sankt Augustin am Samstag, 25. Mai 2019

Schlosskonzerte 2019 - Vorschau

 

Zum Abschluss der Aera Wolfram Kastorp als ihr Chorleiter präsentieren die Birlinghovener Sänger mit Unterstützung von Sängern des MGV „Lebenslust“ Niederpleis und die eingeladenen Solisten ein Programm mit fantastischen Melodien des südost- und osteuropäischen Raums mit Stationen in Russland, dem Baltikum und den Ländern des Balkans.

Ausgangs-, Kern- und Schwerpunkt ist das russische Lied mit seiner enormen Bandbreite:
Das wesentliche Element der russischen Musik ist der Gesang. Der bereits mit Beginn der Christianisierung sich entwickelnde Kirchengesang (gefördert durch den Einfluss byzantinischer Sänger) hat der Weltmusikliteratur ebenso fantastische Ergebnisse beschert wie die russische Volksmusik mit ihren Wurzeln im bäuerlichen Alltag und einer Fülle an Gebrauchsliedern, historischen Liedern und Tänzen. Ob kraftvoll getragen oder mit einer Leichtigkeit dahinrasend, in tiefsten oder höchsten Lagen voluminös oder zart dahinschwebend - mit einer ihresgleichen suchenden Dynamik und reich entfalteten Rhythmik gibt diese Musik Einblick in die tiefe Gefühlswelt der russischen Seele. Mit ihren Impulsen hat sie auch die nationalrussische Kunstmusik beginnend im frühen 19. Jahrhundert und die seitdem entstandenen Opern maßgeblich beeinflusst.

Für ihre Leichtigkeit und ihre vielfältigen tänzerischen Elemente ist die Volksmusik auf dem Balkan gemeinhin bekannt. Die Vielfalt der Ethnien auf dem Balkan spiegelt sich darin wider, ausgehend sowohl von einem türkisch-osmanischen Einfluss, als auch weiteren, in den jeweiligen ethnischen Zonen unterschiedlichen Stilrichtungen. Ebenso umfangreich ist die Zahl an unterschiedlichen Instrumenten, hier das vorherrschende Element der Volksmusik, während der Gesang nur die Begleitung übernimmt, denn die grundlegende Form der Musik ist der Tanz. Den Liedtexten liegen häufig bildliche Motive zugrunde; auch die Liebe zu einer Liebsten (Kleinen), oder einem Liebsten (Jungen), öfter jedoch noch ein Brauch oder der Alltag im Dorf.

Auch im Baltikum ist die traditionelle Volksmusik fester Bestandteil der Kultur. In Jahrhunderten der Fremdherrschaft war die mündliche Weitergabe die wichtigste Möglichkeit zur Überlieferung eigener Mythen, Bewahrung des kulturellen Erbes und der Verwirklichung einer nationalen Kultur und Identität. Daraus entstanden ist eine reiche Tradition an gelebtem Chorgesang.

Mit der Definition einer eigenen Roma-Musik tut man sich schwer. Sie ist eher eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl musikalischer Strömungen. Die wechselseitige Durchdringung mehrheitsgesellschaftlicher Musik und von Roma produzierter Musik ist gut erkennbar in der ungarischen Musiktradition, der man einen starken Einfluss bis in die Wiener Klassik zuschreibt.

Chorleiter Wolfram Kastorp hat auch in diesem Jahr in bewährter Manier ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und ist wiederum für den Gesamtablauf verantwortlich. Traditionell begleiten uns besondere Gäste durch die Konzerte (Vitae s. Anhang):
Hyunhan Hwang - Tenor
Jori Schulze-Reimpell – Klavier

Unser diesjähriges Programm

Die Mitwirkenden freuen sich auf Ihren Besuch

und wünschen einen unterhaltsamen Abend

 

Die Presse berichtet:

Rundblick Sankt Augustin am 27. April 2019

Anhänge:
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